Lesebühne mit Gästin Mieze Medusa, 1- Februar, 20 Uhr, Grandhotel zum Rothen Krebsen

Liebe Arbeiterklasse, liebe Fabriksbesitzerinnen!

Am 1. Februar geht’s an die Arbeit. Nicht für euch, ihr könnt bequem sitzenbleiben. Aber wir, die Lesebienen eures Vertrauens, werfen uns in die Werktagskluft und arbeiten uns am Thema „Hack’n“ ab. Man muss ja nicht Experte sein, um die elende Schufterei literarisch zu verarbeiten.

plakat arbeit

Als Gastarbeiterin holen wir uns die Stachanowa der Spoken-Word-World, die Grand Mother of Slam, Mieze Medusa. Sie hat den FM4-Wortlaut-Literaturpreis gewonnen und auch den Protestsongcontest.

Präsidentin Meindl lässt ihre Mitarbeiter im Satirekombinat schuften und wird versuchen, die Welt durch eifrige Faulheit zu vernichten. Monet ist wiedereinmal alles auf dem Spektrum zwischen Sklavenleid und Herrenjahren zuzutrauen. Der Buttinger wird als Betriebsrat der Lesebühne erneut allerhand Grauslichkeiten zu bekämpfen haben.

Die „Blutgruppe“ spielt dazu die aufwühlendsten Arbeiterlieder. Wer ein Mitarbeitsplus bekommen will, nehme sich des Open Mics an.

Nehmt nach Möglichkeit zwei Hände mit, denn der Applaus ist der Lohn der Künstler. Insofern dürft ihr euch als unsere Arbeitgeber betrachten. Das 13. und 14. Gehalt zahlt ihr uns dann ganz unbürokratisch durch den Erwerb von Tombolalosen aus. Dafür suchen wir aus den Lagerhallen der Fabriken nach dem erlesensten Glumpert. Als welteinzige Lesebühne mit integriertem Entrümpelungsservice nehmen wir gerne auch eure wertlosen Sachspenden an.